KSV lehnt Container-Schulen ab Print E-mail
Written by Frederic Schneider   
Wednesday, 13 February 2008

Mit großer Interesse hat die Kreisschülervertretung (KSV) im Hochtaunuskreis den heutigen Bericht in der "Frankfurter Rundschau" zum Thema "Ansturm auf Gymnasien" gelesen. Die KSV freut sich, dass die Schulen im Allgemeinen und die Gymnasien im Besonderen im Kreis sehr beliebt sind, was eindeutig für den Standort Hochtaunus spricht.

Leider ist immer noch zu erkennen, dass die Eltern – im Widerspruch zu der Empfehlung der Grundschule – ihr Kind lieber auf ein Gymnasium schicken als auf eine Realschule, obwohl dies für die Schülerin bzw. den Schüler besser sein könnte. "Die Grundschulen machen sich viele Gedanken über jede Schülerin und jeden Schüler, bevor sie eine Empfehlung abgeben", so Kreisschulsprecher Lars Stockmann. "Die Eltern sollten dieser Empfehlung folgen, auch wenn die Eltern glauben, dass ihr Kind eigentlich besser ist." Stattdessen sollten die Eltern auch erwägen, ihre Kinder auf Integrierte Gesamtschulen (IGS) zu schicken. "In Zweifelsfällen ist die IGS besser für die Schüler, da sie auf den Gymnasien ansonsten unter einem zu hohen Druck stehen."

Eine Gefahr ist nach Ansicht der KSV auch, dass ein mögliches Sitzenbleiben vorab einkalkuliert wird. "Eine 'Ehrenrunde' zu drehen bedeutet für die Kinder ein Gefühl des Versagens und des Scheiterns", sagt Lars Stockmann. "Wir sollten das nicht unterschätzen und billigend in Kauf nehmen." Deshalb ist es wichtig, die Kinder in die Entscheidung einzubeziehen und den Schülerwillen besonders zu berücksichtigen.

Auf Kritik stößt bei der KSV der Vorschlag des Staatlichen Schulamtes, "notfalls" Container aufzustellen, um möglichst viele Plätze in den Gymnasien anbieten zu können. Dies kann nicht im Sinne der Schülerinnen und Schüler sein, die unter außergewöhnlichen Bedingungen dauerhaft Bestleistungen erbringen müssten. Vor allem Gymnasiasten, die stundenlang und verstärkt auch nachmittags die Schulbank drücken müssen, sollten unter normalen Voraussetzungen lernen und nicht in eilig aufgestellten Containern. Stattdessen soll der Ausbau der Schulen beschleunigt werden, fordert die KSV. Alleine des guten Willens wegen ist der Aufbau von Containern ein Fehler; auch, da die Lehrerinnen und Lehrer so an ihre Grenzen geraten. Jede Schule sollte ihre Grenzen und Kapazitäten abwägen.

 
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