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Im Rahmen der ersten Kreisschülerrats-Sitzung 2008 am heutigen Dienstag im Landratsamt Hochtaunus brachten die Schülervertreter neue Aktionen auf den Weg.
Nachdem bereits seit vielen Jahren in einigen Schulen Verteilaktionen etwa zum Valentinstag stattfinden, soll zum diesjährigen Nikolaustag eine gemeinsame, kreisweite „Nikolausaktion“ organisiert werden. Ziel dessen ist es, dass Nikoläuse an die oder den Liebsten verteilt werden, erstmals allerdings schulübergreifend. Die Kreisschülervertretung übernimmt dabei die Koordination. Für die Bestellungen und Verteilung an den Schulen sind die jeweiligen Schülervertretungen verantwortlich. Rat von Ehemaligen
Auf Vorschlag des stellv. Kreisschulsprechers Darius Lenhart sollen zukünftig ehemalige Mitglieder im Kreisschülerrat (KSR) die Möglichkeit erhalten, dem Vorstand beratend zur Seite zu stehen. "Wir möchten dadurch erreichen, dass im Zuge des Generationswechsels im KSR die Vorstände von erfahrenen Schülervertretern Rat in Anspruch nehmen können", so Lenhart zur Begründung. Voraussetzung zur Aufnahme von ehemaligen Schülervertretern seien jedoch jeweils Beschlüsse des KSR.
Michel Löw als Delegierten gewählt
Nach dem freiwilligen Ausscheiden Stockmanns als einer von zwei Landesschülerrats (LSR)-Delegierten, wählten die Schüler unter vier Vorschlägen Michel Löw (Philipp-Reis-Schule, Friedrichsdorf). Lars Stockmann hat als Kreisschulsprecher trotz alledem weiterhin das Recht, an den Sitzungen des LSR teilzunehmen.
"Es muss dringend Fortschritte geben"
Für viel Gesprächsstoff sorgte im KSR, dass das Preis- / Leistungsverhältnis in den Mensen diverser Schulen stark leidet. Zudem setzen manche Schulen auf profitorientierte Unternehmen, was zwangsläufig zu Preiserhöhungen führt. "Vor allem Mitglieder von Oberstufen sollten durch gesunde und preiswerte Ernährung ein Mittagessen genießen können, von dem sie auch satt werden, bevor sie in den Unterricht gehen", fordert Kreisschulsprecher Lars Stockmann. Nach Meinung der Schüler soll sich nicht nur der Preis eines Mittagessens weiterhin im erschwinglichen Bereich befinden, sondern auch die Quantität muss ausreichen, um einen immer länger werdenden Schultag zu überstehen.
"Das Nachlassen der Konzentration und die dadurch vor allem am Nachmittag zu stark sinkende Leistungskurve" könne man sich bei dem Lehrplan nicht erlauben, gibt Darius Lenhart zu bedenken.
Inzwischen gab es an einzelnen Schulen bereits Versuche des Dialoges, die jedoch meist ins Leere liefen. An der Feldbergschule wurde deshalb testweise vor einigen Wochen ein kurzfristig begrenzter Boykott organisiert. "Die Schüler der Feldbergschule wollten damit dem Betreiber, ein profitorientiertes Unternehmen, zeigen, dass es so nicht weiter geht", erzählt Pressesprecher Frederic Schneider, selbst Schüler der Oberurseler Schule.
Lars Stockmann: "Die Kreisschülervertretung im Hochtaunuskreis appelliert inständig an Kreis, Schulen und Betreibern, das Wohl der Schüler im Auge zu behalten und das ein oder andere Geschäftskonzept – im Dialog mit den jeweiligen Schülervertretungen - zu überdenken." |